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2) Spielphase
Dauer: 50 - 90 Minuten
Das gesammelte Konfliktmaterial wird im Rollenspiel aufgearbeitet, dadurch
werden emotionale Erfahrungen gewonnen.
Wiederum werden hier verschiedene Psychodramatechniken
angewendet.
Einige Beispiele:
“Doppeln”: Der Psychodramaleiter oder ein erfahrenes
Gruppenmitglied steht hinter dem Protagonisten, fühlt sich in seine Person
ein und spricht in der Ich-Form aus, was den Protagonisten gerade bewegen
könnte.
“Spiegeln”: Ein Gruppenmitglied ahmt den Protagonisten
möglichst genau nach, wodurch dieser zur Selbsterkenntnis geführt
wird.
“Rollentausch”: Der Protagonist nimmt in dieser
Technik die Rolle eines anderen ein; er denkt, fühlt, spricht und handelt
so, wie es diese andere Person tun würde.
3) Integrationsphase
Dauer: 30 - 45 Minuten
Rationale Einsichten werden nach Beendigung der Spielphase durch Techniken
des “Sharings” und “Feedbacks” gewonnen.
Im Sharing zeigen die Gruppenteilnehmer ihre gefühlsmäßige
Anteilnahme am Protagonistenspiel.
Im Feedback berichten die Gruppenteilnehmer und die Protagonisten über
ihre Gefühle, die sie während des Rollenspiels empfunden haben.
Wichtig dabei ist, daß das Feedback konkret, klar, korrekt und
beschreibend ist.
(vgl. Kraiker, Ch. / Burkhard, P.: Psychotherapieführer. Beck,
München 1983.
S. 161.)
10.2.6. Spieltherapie:
Vor allem Kinderbehandlungen werden in Form einer Spieltherapie
durchgeführt. Den Kindern werden Spielmaterialien zur Verfügung
gestellt, durch die unbewußte Konflikte bewußt gemacht werden
können.
11. LITERATURVERZEICHNIS
* Bareiter, K.: Depression, Rückzug aus dem Leben.
Aufzeichnungen. Fischer Taschenbuch Verlag, Frankfurt am Main 1992.
* Battegay, R.: Depression. Huber, Bern 1985.
* Dorrmann, W.: Suizid. Therapeutische Interventionen bei
Selbsttötungsabsichten. Pfeiffer-Verlag, München 1991.
* Huth, W. / Huth, A.: Sprechstunde Depressionen. Gräfe &
Unzer, München 1986.
* Kraiker, Ch. / Burkhard, P.: Psychotherapieführer. Beck,
München 1983.
* Maurer-Heilborn, U. / Maurer, G.: Nach einem Suizid. Fischer,
Frankfurt 1988.
* Nuber, U.: Die verkannte Krankheit Depression. Wissen, behandeln,
mit der Krankheit leben. Kreuz Verlag, Zürich 1991.
* Orbach, I.: Kinder, die nicht leben wollen. Sammlung Vandenhoeck,
Göttingen 1990.
* Rossmann, P.: Depressionsdiagnostik im Kindesalter. Huber, Bern
1991.
* Ringel, E.: Selbstmordverhütung. Frankfurt 1987.
* Ringel, E.: Die ersten Jahre entscheiden. Jungbrunnen, Wien
1987.
* Söldner, Manfred L.: Depression aus der Kindheit.
Familiäre Umwelt und die Entwicklung der depressiven Persönlichkeit.
Vandenhoeck und Ruprecht, Zürich 1994.
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